MAN: Frau Kuzeska – halt den Mund und ab in die Ecke!
Veröffentlicht in Politik · 14 Dezember 2025
MAN: Frau Kuzeska – halt den Mund und ab in die Ecke!
Večer | 13.12.2025
Die Sprecherin der SDSM, Bogdanka Kuzeska, gehört zum engsten „Team von Zaev“. Ihre Aufgabe in der Partei ist es, sein Kapital und seine Freiheit zu schützen.
In einem Moment der Langeweile und Verzweiflung hat sie sich zu einem öffentlichen Auftritt entschlossen. Der Hintergrund: Die Opposition hat der Regierung nichts Substantielles vorzuwerfen. Die üblichen Spins sind verbraucht. Es fehlen Projekte und Lösungen für reale Probleme. Und vor allem mangelt es an fähigen Leuten, die bereit wären, Verantwortung in den Parteigremien zu übernehmen.
Deshalb hat Kuzeska kurzerhand beschlossen, die Journalisten öffentlich „aufzureihen“. Sie wirft ihnen vor, ihre eigenen Aussagen und die Auftritte ihres Chefs Venko Filipče nicht ausreichend zu verfolgen und zu berichten.
Besonders hervorgehoben hat sie Ereignisse, die aus ihrer Sicht zu wenig Beachtung gefunden haben – gerade so viel, wie sie und Filipče bräuchten, um ihre Posten als Parteisprecherin und SDSM-Chef zu rechtfertigen. Dass die Partei davon keinen Nutzen hat, zeigen die Wahlergebnisse deutlich.
Zu den „ignorierten“ Themen zählt Kuzeska:
- Ihre sogenannten „Bomben“ zu angeblichen Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen,
- die Behauptungen zu einem vermeintlichen Abkommen, das Mazedonien mit Migranten aus Großbritannien „überschwemmen“ soll,
- den Angriff in den Räumen des Podcasts Infomax,
- sowie diverse Aussagen von Venko Filipče.
Die Mazedonische Assoziation der Journalisten (MAN) – gegründet vor 23 Jahren, just als die SDSM 2002 an die Macht kam, um Journalisten vor staatlichem Druck zu schützen – reagiert mit Empörung, Entsetzen und Verachtung auf diesen Auftritt. Kuzeska und Filipče versuchten einmal mehr, die eigene Unfähigkeit, die bankrotte Partei wieder attraktiv zu machen, auf die Medien abzuwälzen.
Kuzeska scheint zu glauben: Würden Kurir, Republika und Večer einfach alles veröffentlichen, was die SDSM braucht, hätte die Partei wieder Ansehen, Autorität und ein gutes Rating.
Frau Kuzeska, Herr Venko Filipče: Totalitäre Kontrolle der öffentlichen Meinung und direkte Anweisungen an Medien, was sie zu berichten haben – das ist euer Modell politischen Handelns. Und nur eures.
Wenn Medien nicht spuren, organisiert die SDSM Proteste vor Redaktionen, lässt Journalisten auf offener Straße verprügeln, greift Redaktionen physisch an (wie bei Kurir und Republika), verklagt Journalisten, hält ganze Redaktionen jahrelang unter Anklage, um sie zu „disziplinieren“, gründet scheinbar unabhängige NGOs, die kritische Inhalte bei Facebook melden lassen, und finanziert mit Staatsgeldern willfährige „Analysten“, Journalisten und Medien.
Nur eure Regierung und eure Partei haben das getan – und tun es teilweise noch heute. Niemand sonst.Ein paar Beispiele aus der Zeit unter Zoran Zaev:
Das ist nur ein Bruchteil der Liste.Zu den drei Punkten, die laut Kuzeska von Večer, Republika und Kurir zu wenig Aufmerksamkeit erhielten:
Frau Kuzeska – ehemalige Journalistin, die es nie zur Chefredakteurin brachte und sich in keiner Redaktion länger hielt: Sie werden auch nicht Chefredakteurin aller mazedonischen Medien.Halt den Mund und ab in die Ecke!MAN – Mazedonische Assoziation der Journalisten, Skopje© Vecer.mk – Alle Rechte vorbehalten.
- Schließung der Redaktionen von Dnevnik, Vest, Utrinski vesnik und Nova TV.
- Zwangswechsel der Chefredakteure bei Sitel, Kanal 5 und Telma.
- Dauerdruck auf TV Alfa durch Strafanzeigen, Kontrollen und Boykottaufrufe bei Werbekunden.
- Öffentliche Verbreitung abgehörter Telefonate von Journalisten, combined mit grundlosen Verleumdungen und Dämonisierung – schwere Straftaten, für die nie jemand zur Rechenschaft gezogen wurde.
- Anklagen der Sonderstaatsanwaltschaft (SJO) gegen Redakteure und Journalisten; über 40 Medienschaffende vier Jahre lang in Untersuchungshaft wegen „verdächtiger Eigentumsveränderungen“.
- Aufbau von „NGOs“ zur Zensur in sozialen Medien, darunter der eigene „Faktenchecker“ Vistinomjer.
- Millionenschwere Grants aus ausländischen Stiftungen an regierungstreue Journalisten und Portale – Gelder, die später sogar von US-Seite als korruptiv und zur Machterhaltung eines korrupten Regimes eingestuft wurden.
- Die „Bomben“ zu öffentlichen Ausschreibungen sind keine Enthüllungen, sondern öffentlich einsehbare Daten, aufgebauscht mit Sensationalismus – klassischer Spin ohne journalistischen Wert.
- Die angebliche „Migranten-Invasion“ basiert auf nichts als einer unbelegten Einzeläußerung. Eine bewusste Panikmache, die strafrechtlich relevant wäre – wenn die Staatsanwaltschaft nicht genau wüsste, warum sie nichts unternimmt.
- Sich ausgerechnet über den Angriff auf Infomax zu beschweren, ist zynisch. Schließlich habt ihr selbst den Infomax-Redakteur zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er Teile einer Zeugenaussage zur Korruption von Katica Janeva veröffentlicht hat. Und geschwiegen, als politische Gegner Infomax täglich attackierten – weil es euch nützlich war.
Quelle: vecer.mk
